Erneuerbare Energien erreichen neuen Rekord bei der Stromerzeugung
Deutschlands Strommix wird zunehmend klimafreundlicher: Im ersten Halbjahr 2026 stammten fast 60 % des eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Quellen. Gleichzeitig ging der Importüberschuss deutlich zurück.

Der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromerzeugung hat im ersten Halbjahr 2026 einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden nahezu 60 % des in Deutschland erzeugten und ins Netz eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Quellen gewonnen.
Insgesamt belief sich die eingespeiste Strommenge in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 230,6 Milliarden Kilowattstunden. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht das einem Zuwachs von 4,5 %.
Besonders dynamisch entwickelte sich die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien: Sie nahm um 6,5 % zu. Die Einspeisung aus konventionellen Energieträgern stieg dagegen lediglich um 1,7 %.
Windkraft bleibt wichtigste Energiequelle
Mit einem Anteil von 29,4 % war die Windkraft erneut der bedeutendste Energieträger im deutschen Strommix. Windenergieanlagen erzeugten insgesamt 67,7 Milliarden Kilowattstunden Strom – 12,3 % mehr als im ersten Halbjahr 2025.
Nach Einschätzung der Statistiker ist der deutliche Anstieg allerdings teilweise auf einen Basiseffekt zurückzuführen: Das erste Quartal des Vorjahres war außergewöhnlich windarm ausgefallen.
An zweiter Stelle folgte die Kohle mit einem Anteil von 21,4 %.